Die Bahn als zentraler Hebel für eine CO2-effiziente Gestaltung der Transportkette

Verlagerungsmöglichkeiten auf die Schiene waren das Thema beim Logistikcluster-Event in Basel. Drei Experten, darunter auch der Vertriebsleiter von SBB Cargo, Daniel Bürgy, standen Rede und Antwort.

LogistikclusterNeben Bürgy referierten vergangene Woche in den Räumen der Handelskammer Basel auch Hans-Peter Dreier, CEO der Dreier AG sowie Enrique Rivas, CEO der IMS Rail Switzerland AG.

Das zentrale Ziel der Veranstaltung war, den Mitgliedern des Logistikclusters aufzuzeigen, welche Verlagerungsmöglichkeiten auf die Schiene, auch in Kombination mit der Strasse, eine CO2-effiziente Gestaltung der Transportketten ermöglichen. Der Anlass stiess auf reges Interesse – er war schon vor Ablauf des Anmeldeschlusses ausgebucht.

Daniel Bürgy zeigte in seinem Referat auf, dass für alle verschiedenen Marktplayer im Transportmarkt, SBB Cargo ein geeignetes Angebot in ihrem Portfolio hat. Und konnte mit konkreten Berechnungsbeispielen glaubwürdig aufzeigen, dass es sich ökonomisch wie auch ökologisch lohnt, auf SBB Cargo zu setzen.

Enrique Rivas als Operateur versteht sich wiederum mit seinem Unternehmen als Bindeglied zwischen den Terminals im Ausland wie im Inland, den Reedereien, den Bahnen, den Spediteuren sowie den Transporteuren. Stolze 50% seiner transportierten Mengen im Import-, bzw. Exportverkehr finden jetzt schon den Weg über das SBB Cargo-Angebot «Swiss Split» zu den Endkunden in der Schweiz. Diesen Anteil, erklärte Enrique Rivas, wolle die IMS Rail Switzerland AG in Zukunft weiter erhöhen. Die Bahn biete viele Wettbewerbsvorteile wie hohe Kapazität, Planungssicherheit im Zusammenhang mit der hohen Fahrplanstabilität, kurze Laufzeit ab den internationalen Seehäfen in die Schweiz.

Hans-Peter Dreier begann sein Referat mit der Aussage, dass früher der kombinierte Verkehr (KV) als «keine Verdienstmöglichkeit» taxiert wurde, er aber inzwischen jährlich 12‘000 Sendungen im kombinierten Verkehr auf der Ost-West und Nord-Süd-Achse transportiere. Die Gründe sprächen für sich: Durch die deutliche Zunahme der Mobilitätsnachfrage nehmen die Stauzeiten auf der Strasse immer weiter zu und dadurch werden die Transportketten auf der Strasse unberechenbarer. Parallel steigen die Anforderungen der Wirtschaft an eine verlässliche, störungsfreie und umweltbewusste Supply Chain. Deshalb wird sich aus seiner Sicht der kombinierte Lösungsansatz durchsetzen. Mit der Aufteilung der Stärken der einzelnen Verkehrsträger: Die Distribution soll weiter die Aufgabe des Transporteurs sein und der Transfer auf den langen Strecken mit gebündelter Ware soll durch die Bahn übernommen werden.

Die anschliessende Podiumsdiskussion unter der Leitung von Markus Breisinger, Projektleiter des Logistikclusters Region Basel, rundete den spannenden Anlass in der Handelskammer beider Basel ab.

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