«Modernes Kraftpaket»

3 Minuten mit… Halit Dervishaj, Chauffeur bei SBB Cargo in Dietikon

Herr Dervishaj, sind Sie der stärkste Mann bei SBB Cargo?
Ich? Wie kommen Sie denn darauf?

Sie können immerhin bis zu 40 Tonnen schwere Container bewegen.
Zum Glück muss ich das nicht persönlich stemmen, das wäre unmöglich. Mein Arbeitsgerät, der Reachstacker, erledigt das für mich. Er ist ein Kraftpaket und funktioniert wie ein Kran auf Rädern. Dank der gut funktionierenden Hydraulik bekomme ich die grosse Kraftleistung kaum mit. Ich bediene das Fahrzeug über einen Joystick und kann damit die Container umladen. Vom Zug auf den Lastwagen oder auch andersrum. Wir stärken damit den kombinierten Verkehr (KV) in der Schweiz.

Sie sind auf dem KV-Umschlagsplatz in Dietikon tätig. Wie sieht ihr Arbeitstag aus?
Von 5 Uhr bis 21 Uhr wird hier täglich im Schichtbetrieb gearbeitet. Ich gleiche während meiner Arbeitszeit ab, ob die ankommenden Container mit den gemeldeten auf unseren Listen übereinstimmen und bespreche mich mit den Lastwagen-Chauffeuren. Die meiste Zeit verbringe ich aber in der Fahrerkabine des Reachstackers und bin mit dem Umladen beschäftigt. Es macht Spass, mit und in so einem modernen Fahrzeug zu arbeiten. Sogar eine Klimaanlage ist in der Kabine eingebaut.

Wie genau läuft ein Umlade-Vorgang ab?
Nehmen wir das Beispiel eines Verlades auf den Lastwagen: Das Fahrzeug nähert sich dem Güterwagen, positioniert den Ausleger über dem Container und erfasst diesen sicher mit seinen Aufsetzzapfen. Der Reachstacker hebt den Container an und stellt ihn dann zentimetergenau auf dem Lastwagen ab. Bereits nach wenigen Minuten kann der Chauffeur des Camions mit seiner Ladung für das letzte Stück Strecke losfahren.

Mit Ihrer Arbeit tragen Sie täglich zu einer klimafreundlichen Logistiklösung bei.
Ja, das ist natürlich erfreulich. Hier auf dem Umschlagsplatz rücken Strasse und Schiene eng zusammen und wir kombinieren die Stärken der beiden Verkehrsträger. Wir können bis zu 200 Container am Tag umschlagen, Tendenz steigend. Das ist doch erfreulich für die Umwelt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.