Wie entsteht ein Fahrplan?

Bis SBB Cargo für einen Kunden Güter von A nach B transportieren kann, sind viele Vorarbeiten nötig. Die gesamte Planung von Fahrwegen, Fahrzeugen, Mitarbeitenden und Transportzeiten wird in einem Fahrplan zusammengefasst.

Einfach mal in die Lok steigen und losfahren? So einfach geht es nicht. Bis ein Güterzug von SBB Cargo anrollt, sind im Hintergrund bereits wichtige Entscheidungen getroffen worden. Der Fahrplan fasst all diese zusammen. Aber wie genau entsteht ein Fahrplan?

schweizerkartefürfahrplanAm Anfang steht die Unternehmensentwicklung von SBB Cargo: Sie legt Produktlinien sowie das Produktionskonzept fest und dimensioniert die Ressourcen. Anschliessend übernimmt die Produktion und plant mit den Anforderungen der jeweiligen Kunden die Details der einzelnen Transporte.

Zusammen mit den bereits erläuterten Kundenanforderungen erstellt SBB Cargo ein Produktionskonzept für das kommende Jahr. Daraus resultiert die Fahrplan- und Ressourcenplanung. Neben der internen Planung und der Abstimmung mit den Kunden ist die Bestellung der Trassen (Fahrweg) wichtig, damit der neue Fahrplan umgesetzt werden kann. Nur wer eine Trasse hat, darf nämlich auf der Strecke fahren.

Die gesamte Planung ist auf den Fahrplanwechsel im Dezember abgestimmt. Das Planungsjahr beginnt mit der Dimensionierung der Trassen anfangs Jahr und wird mit der Bestellung im April abgeschlossen. Da gewisse Trassen auch von anderen Güterbahnen begehrt werden, wird der Sommer genutzt, um diese Konflikte zu bereinigen. Trasse Schweiz, die unabhängige Trassenvergabestelle, verteilt die Trassen dann im November definitiv.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.