SBB auf Kurs für Inbetriebnahme des neuen Gotthardtunnels

In genau zwei Jahren fahren die ersten fahrplanmässigen Züge durch den neuen Gotthardtunnel, den mit 57 Kilometern längsten Eisenbahntunnel der Welt. Die Nord/Süd-Achse Gotthard ermöglicht dem Schienengüterverkehr neue, effiziente und ökologische Logistiklösungen. Die Kunden profitieren von mehr Kapazitäten, besseren Anbindungen und einer höheren Planbarkeit. Im Personenverkehr bringt das neue Eisenbahnzeitalter schrittweise schnellere, zuverlässigere und pünktlichere Verbindungen. Pro Stunde und Richtung werden bis zu fünf Güter- und zwei Personenzüge verkehren. Bei der SBB laufen die Arbei-ten für die erfolgreiche Inbetriebnahme auf Hochtouren. Dazu gehören die Schulung von rund 3900 Personen und die Umrüstung von Anlagen und Bahn-höfen auf die Führerstandsignalisierung ETCS Level 2.

Gotthard
Foto: AlpTransit

Die Inbetriebnahme des längsten Eisenbahntunnels der Welt am 11. Dezember 2016 ist der wichtigste Meilenstein zur erneuerten Nord/Süd-Achse Gotthard. Pro Stunde und Richtung werden ab Fahrplanwechsel 2016/2017 bis zu fünf Güter- und zwei Personenzüge verkehren. Für den Güterverkehr ermöglicht dies mehr und schnellere Verbindungen auf der Nord/Süd-Achse Gotthard. Die Züge fahren zudem zuverlässiger und für die Kunden planbarer, weil witterungsbedingte Streckenunterbrüche grösstenteils ausgeschlossen werden können.

Mit dem neuen Gotthardtunnel rücken das Tessin und die Deutschschweiz beziehungsweise das Tessin und die Romandie viel näher zusammen, was den Cargo-Kunden neue Marktchancen bringt. So werden unter anderem mehrere tägliche Zustellungen und Abholungen an den grossen Standorten im Tessin ermöglicht. Am Vortag geerntetes Obst und Gemüse aus dem Tessin und Norditalien kann bereits frühmorgens auch in Westschweizer Filialen angeliefert werden. Für den internationalen Transitverkehr ist der neue Gotthardtunnel ein erster grosser Schritt zur Flachbahn durch die Alpen. Diese wird ab 2020 auf dem wichtigen europäischen Korridor von Rotterdam nach Genua bis zu 20 Prozent Volumensteigerung ermöglichen. Voraussetzung ist aber, dass auch in den angrenzenden Ländern Deutschland und Italien die notwendigen Zulaufstrecken weiter ausgebaut werden.

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