Mit Big Data die Umwelt schonen: Fahrzeugflotten zwischen Margendruck und Auflagen

«Eine massgeschneiderte Big Data-Lösung kann helfen, sowohl die Betriebskosten als auch die CO2-Emissionen zu senken», führt T-Systems-Experte Dieter Haselsteiner in seinem Gastbeitrag aus.

In vielen Ländern ist der Strassenverkehr massgeblich für die Entstehung von CO2-Emissionen mitverantwortlich. Aus diesem Grund will die EU die Treibhausgasemissionen des Verkehrs bis zum Jahr 2050 mehr als halbieren. Auf dem Weg dahin werden Transportunternehmen auch in Zukunft immer wieder mit neuen Bestimmungen und Auflagen konfrontiert sein, die zusätzliche Investitionen nach sich ziehen und dadurch höhere Kosten verursachen. Flottenbetreiber sind darum gefordert, ihre Betriebskosten grundlegend zu senken. Dank Big Data besteht schon heute die Möglichkeit, durch eine kontinuierliche Analyse und Auswertung sämtlicher Fahrzeug- und Umweltdaten Verbesserungspotenziale und Einsparungsmöglichkeiten leicht zu erkennen.

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Ökologisches Fahren ist ökonomisches Fahren
Wie viele CO2-Emissionen bei Transportunternehmen eingespart werden können, hängt auch vom Fahrstil ab. Dieser kann mit einer Big Data-Lösung überwacht werden. Durch Daten, die in Echtzeit aus der Fahrerkabine an eine zentrale Stelle gesendet werden, ist eine direkte verbrauchssenkende Beeinflussung des Fahrverhaltens möglich. Aufgrund der Daten wird zudem ersichtlich, welcher Fahrer zu einer ressourcenschonenderen Fahrweise übergehen sollte und auf welchen Streckenabschnitten weitere Kraftstoffersparnisse möglich sind. Zusätzlich können durch computergesteuerte Trainingsprogramme gezielt Empfehlungen zur Verbesserung der Fahrweise gegeben und somit der Spritverbrauch und den CO2-Ausstoss verringert werden. Allein schon die Anzeige der CO2-Emissionen in Echtzeit durch in der Fahrerkabine eingebaute Instrumente kann den Lkw-Lenker zu einer sparsameren Fahrweise animieren.

Einsparungen durch richtige Planung
Eine Big Data-Lösung kann Firmen helfen, durch effiziente Fracht- und Routenplanung Leerwege zu vermeiden und die Fahrzeuge optimal zu beladen. Die Einsatzplanung lässt sich durch ansprechende Visualisierungen optimieren und vereinfachen. Bei immer wiederkehrenden Fahrten lassen sich neben einzelnen Fahrzeugen auch die Daten der gesamten Flotte auswerten. Dadurch entstehen Muster, die zusätzliche Einsparpotenziale aufzeigen. So entfallen überflüssige Fahrkilometer, die zu einer Verteuerung der Produkte und Services führen würden. Durch Big Data-Lösungen ist die Zentrale aus­serdem über den aktuellen Standort der Fahrzeuge informiert und kann den Kunden exakte Lieferzeiten mitteilen. Intelligente Fahrzeugnavigation kann auch Staus gezielter umfahren lassen oder sogar verhindern.

Big Data als Chance und Herausforderung
Transportunternehmen, die in eine Big Data-Lösung investieren, haben einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, da sie Verbesserungspotenziale nutzen und langfristig ihre CO2-Emissionen und ihre Betriebskosten senken können. Zudem können sie die Transparenz gegenüber dem Gesetzgeber wie auch gegenüber ihren Kunden garantieren.

Doch die Zuverlässigkeit der Ergebnisse von Big Data-Analysen steht und fällt mit der Datenqualität: Eine Standardlösung gibt es nicht, deshalb ist individuell sicherzustellen, dass Datenverarbeitungs- und Speicherstrukturen integriert sind, damit die Analyse auf einer möglichst breiten und einheitlichen Datenbasis gründet, und kompetentes Fachpersonal in das Projekt eingebunden ist.

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