Im Huckepack über die Alpen: Rollende Landstrassen im Ländervergleich

Im Wettbewerb zwischen Schiene und Strasse hat in den vergangenen Jahren der Lkw-Transport aus Kostengründen wieder an Boden gewonnen. Die Verlagerung per Rollender Landstrassen über die Alpen in Österreich und der Schweiz bildet ein Gegenmoment.

Die Verlagerung von Lkw auf die Schiene für den Alpentransfer auf der Rollenden Landstrasse (Rola) ist eines der gelungenen Beispiele grüner Logistik. Für das Jahr 2014 liegen zum Verkehrsaufkommen der Rola auf vier Alpentransversalen die Zahlen vor.

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Wachsende Zahlen und ein Meilenstein
Österreich hat 2014 das Rennen gemacht. Die Rail Cargo Austria als Güterverkehrssparte des ÖBB-Konzerns verkündete bereits vor dem Jahreswechsel einen starken Anstieg ihrer Transportzahlen. Mit rund 134 000 beförderten Lkw-Einheiten waren 2014 allein von Januar bis November 10% oder 12 500 Lkw mehr auf der Rola unterwegs als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auf der Brennerachse verkehren täglich zwischen Wörgl und dem Terminal am Brennersee 30 Züge, zwischen Wörgl und Trient vier Züge. Die Kapazitätsauslastung lag bei 85%. Für das Gesamtjahr rechnet man mit über 140 000 transportierten Lkw.

Auch in der Schweiz verlief die Entwicklung positiv. Im Jahr 2014 hat Ralpin als Schweizer Betreiber der Rola 110 000 Lkw von der Strasse auf die Schiene verlagert. Die Zunahme betrug 1,1% gegenüber dem Vorjahr.

Auf den zwei Relationen nahmen 99 300 Lkw die Strecke von Freiburg im Breisgau, Deutschland bis Novara in Italien und 10 500 die Verbindung Basel–Lugano. Die Auslastung der Züge lag durchschnittlich bei 87%. Wegen schlechter Witterungsverhältnisse mit Erdrutschen mussten 2014 120 Züge mit ca. 2000 Lkw gestrichen werden. Die Einschränkungen halten noch bis Ende Februar 2015 an.

Im Februar 2014 hingegen stand eine Feierstunde an: der millionste Lastwagen seit 2001 überquerte auf der Rola die Schweizer Alpen.

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