Wer bewegt die Schweiz? Teil 1 – Wascosa AG

Unter dem gemeinsamen Dach «SwissMovers – Bewegen die Schweiz» präsentieren sich auf der transport logistic 2015 in München nun schon zum zweiten Mal verschiedene Partner gemeinsam mit SBB Cargo. Wir stellen sie in einer kleinen Blog-Serie vor. Den Anfang macht die Wascosa AG.

Wascosa AG
Die Wascosa-Holzkassette ermöglicht es, ganze Pakete von Baumstämmen auf einmal umzuladen.

Das 1964 gegründete Familienunternehmen mit Hauptsitz in Luzern wird in diesem Jahr für einen besonderen Blickfang im Aussenbereich des Swiss Movers-Stand sorgen: Mit einem neu entwickelten Containertragwagen, der gemeinsam mit SBB Cargo derzeit im Rahmen des EU-Forschungs- und Entwicklungsprojekts ViWaS (Viable Wagonload Production Schemes) in der Praxis erprobt wird. Eigens für die transport logistic zusammengestellt, werden auf dem «Sgnss Flex Freight Wagen» drei unterschiedliche Lösungen ausgestellt. Mit deren Hilfe soll künftig dank Intermodalität der Wagenladungsverkehr optimiert werden

Auf dem ersten Drittel ist die neue SBB Cargo Swiss-Split-Plattform zu sehen. Sie dient dazu, Containertragwagen für den «Swiss Split» – die Lieferung von Einzelwagen bis zum Kundenanschlussgleis in der Schweiz – «befahrbar» zu machen; dort werden sie dann durch einen Gabelstapler entladen. Auf der Plattform wird ausserdem ein 20 Fuss-Container stehen, der zu einem Kino umfunktioniert ist und in dem man sich einen 5-minütigen Film zum EU-Forschungsprojekt anschauen kann.

Im mittleren Drittel des Wagens können die Besucher den Wascosa-Gitterboden sehen. Dieser wurde zwischen die Längsträger des Skelettwagens montiert und garantiert im «Swiss Split» ebenfalls, dass der Wagen mit einem Gabelstapler befahren werden kann. Diese beiden Lösungen zeigen Ansätze, wie in Zukunft die alten Holzbodenwagen ersetzt werden können. Auf dem letzten Drittel steht dann die Wascosa-Holzkassette, ein intermodaler Rungenaufsatz. Er ermöglicht es, ganze Holzpakete vom Lastwagen auf die Bahn umzuladen, ohne jeden Baumstamm einzeln zu bewegen.

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Alle drei Lösungen werden im Rahmen des EU-Projekts entwickelt und getestet. Darin haben sich zehn europäische Unternehmen und Forschungsinstitutionen aus den Bereichen Bahntransport und Logistik zusammengeschlossen, um innovative und zugleich praxistaugliche Lösungen für einen zukunftsfähigen Einzelwagenverkehr zu entwickeln. Letztes Jahr begannen erste Tests beim Detailhändler Migros in dessen Verteilzentrum Neuendorf und in Volketswil. Bei den Kunden stösst die Idee eines befahrbaren Containertragwagens auf grosses Interesse. Auch aus Kostengründen. Da die bisher genutzten Holzflachwagen nur mit Holzbrettern ausgelegt sind, sind diese weniger stabil. Und wenn ein Brett kaputt geht, muss der gesamte Wagen in die Reparatur. Das ist aufwändig, kostet Zeit und Geld. Weitere Feldtests laufen derzeit im Angebot «Swiss Split» von SBB Cargo.

Das Kerngeschäft von Wascosa ist die Vermietung und Verwaltung von Güterwagen für den Schienengüterverkehr. Die Flotte umfasst heute rund 7500 Wagen und reicht von Kesselwagen für die Chemie- und Mineralölindustrie über Wagen für den kombinierten Verkehr bis hin zu Wagen für Massenguttransporte, die grösstenteils lärmsaniert sind. Der Pionier in diesem Markt will als Europas erster Anbieter von Güterwagensystemen gemeinsam mit seinen Partnern neue Lösungen entwickeln, welche die Produktivität der eingesetzten Güterwagen erhöhen, die Effizienz der Schienengüterverkehre verbessern und als Konsequenz daraus die Bahnlogistikkosten spürbar reduzieren. So auch mit dem neuen Containertragwagen, der in München erstmals zu sehen ist.

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