Digitale Transformation der Logistikbranche in Angriff nehmen

Die transport logistic 2015 in München ist offiziell eröffnet. Zum Start des Konferenzprogramms gab es eine Podiumsdiskussion mit Logistikexperten – und einem Google-Vertreter.

MesseauftaktDen Anfang der Eröffnungsveranstaltung in Halle A6 machte nach dem Trommelwirbel einer Samba-Truppe unter der Moderation der ZDF-Nachrichtensprecherin Gundula Gause ein Doppelinterview mit Messe-Geschäftsführer Stefan Rummel und Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender des Fachbeirates der transport logistic. Die freuten sich über 2050 Aussteller und voraussichtlich 53.000 Fachbesucher, die bis zum Freitag das Messegelände bevölkern werden. «Alle Facetten der Logistikbranche sind hier vertreten», so Dr. Kerkloh, der auch Chef des Münchner Flughafens ist. Zentraler Schwerpunkt seien die Veränderungen der Prozesse im Transportwesen durch die Digitalisierung.

Die Eröffnungsansprache von Alexander Dobrindt, deutscher Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, brachte wenig Konkretes. Die einzige Erwähnung des Schienengüterverkehrs fand im Zusammenhang mit dem aktuellen Lokführerstreik statt. Ansonsten kam nur die Forderung, dass in Zukunft Lang-LKWS die mehrspurig ausgebauten Autobahnen bevölkern sollen. Das sei ökonomisch und ökologisch sinnvoll.

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Die anschliessende Gesprächsrunde zum Thema «Digitalisierung in der Logistik – Strategie und Umsetzung» war da schon wesentlich spannender. Neben Dorothee Bär, Staatssekretärin im deutschen Verkehrsministerium, und den beiden Logistik-Experten Prof. Dr. Karl Nowak (Robert Bosch GmbH) und Frank Rausch (Hermes Logistik Gruppe) sorgte vor allem Stefan Hentschel, Industry Leader Technology bei Google Germany, für etwas Feuer in der Diskussion. Er warb massiv dafür, die digitale Transformation in Angriff zu nehmen. «Sonst besteht die Gefahr, dass die Unternehmen in Europa bei der Digitalisierung abgehängt werden und keine Zukunft mehr haben», warnte Hentschel.

Aber was bedeutet das konkret für die Logistik? Beispielsweise – so Frank Rausch – über neue Geschäftsmodelle nachzudenken und eine Start-Up-Mentalität zu entwickeln. Etwa im Bereich Echtzeitverfolgung von Gütern. «Mit Hilfe der Informationstechnik agile Wertschöpfungsketten zu schaffen, ist die grosse Herausforderung und Chance für die Logistikbranche», betonte auch Prof. Nowak. Dabei verwies er auf Sensoren seines Unternehmens, die in der Schweiz im Schienengüterverkehr eingesetzt werden und live über den Wagenzustand berichten.

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