Vertriebsneuorganisation: Erfolgreich im Gefahrgut-Transport

Anfang 2012  hat SBB Cargo den Vertrieb neu organisiert. In einer kleinen Serie stellen wir hier im Blog die Hintergründe und die Verantwortlichen für die einzelnen Business Units vor. Heute Claus Rütten, der seit dem Sommer letzten Jahres Geschäftsführer der ChemOil Logistics AG ist. Die Tochterfirma der Schweizer Güterbahn tritt bereits seit 1999 selbstständig am Markt für Chemie- und Mineralöltransporte auf. Jetzt hat sich auch intern ihre Rolle verändert.

ChemOil Logistics bearbeitet die Branchen Chemie und Mineralöl seit fast 13 Jahren erfolgreich“, sagt Claus Rütten. Als Gesamtlogistikanbieter mit Schwerpunkt Schiene liegt die Kernkompetenz in der Organisation und Abwicklung von Gütertransporten von Tür zu Tür und Einbeziehung aller verfügbaren Verkehrsträger. Dazu zählen neben der reinen Beförderung auf Kundenwunsch eine Vielzahl an Nebenleistungen, wie zum Beispiel Bewirtschaftung der Wagenflotten, Analyse der Abläufe und Prozesse sowie Beratung hinsichtlich die Optimierung der Lieferkette.

Nach außen verändert sich durch die Neuorganisation nichts. Im Inneren gelten nun neue Spielregeln“, betont Rütten. Der 42-jährige gebürtige Deutsche lebt seit acht Jahren in der Schweiz. Nach vier Jahren bei SBB Cargo wechselte er 2008 zu ChemOil Logistics. Zuvor hat er bei der Deutschen Bahn und im Logistik-Einkauf beim Chemiegiganten Bayer gearbeitet. Diese Kenntnis der beiden Seiten des Schreibtischs kommt ihm heute in den Kundengesprächen sehr zu Gute: „Wenn mir dort ein Kunde  gegenübersitzt, der sich Sorgen wegen der Komplexität der Innerwerks-Logistik macht,  die wir transportieren sollen, kenne ich die Materie und kann auf Augenhöhe mit ihm sprechen.“

Zu den Kunden von ChemOil Logistics zählen grosse Chemieunternehmen wie BASF, syngenta, Lonza oder Evonik ebenso wie die Mineralölkonzerne bp, Tamoil oder  Esso. Mit einem eigenen Verkauf in Italien,  Deutschland und BeNeLux blickte das Unternehmen schon immer über den Tellerrand und war international aufgestellt. Das wirkte sich zum Beispiel aus, als die BASF-Gruppe 2009 die Ciba Holding übernahm. Denn da die Bahnspedition mit beiden Unternehmen zusammenarbeitete, konnte sie sehr schnell die Verkehre aller Standorte  bündeln.

Claus Rütten, dessen beide Töchter – sieben und vier Jahre alt – ihm nur noch frühmorgens Zeit für den geliebten Sport lassen, sieht Wachstumschancen für die neue Business Unit vor allem im Ausland, da in der Schweiz bereits ein sehr hoher Marktanteil besteht und insgesamt schwarze Zahlen geschrieben werden. Er weiss aber auch, dass Gefahrgut-Logistik vor allem Vertrauenssache ist. Die langjährigen Kundenbeziehungen zu führenden Unternehmen der Branche seien dabei die beste Empfehlung.

Bisher sind in dieser Serie erschienen:

Teil 3: Mehr Effizienz im Wagenladungsverkehr

Teil 2: Wachstumsmarkt Kombinierter Verkehr

Teil 1: Jeder ein Unternehmer

 

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