Die Güterbahn wird immer grüner

SBB Cargo will verbrieft nachhaltig wirtschaften. Deshalb strebt die Schweizer Güterbahn die Umweltzertifizierung nach internationalen Standards an.

Claudio Caruso, Fachleiter Umwelt

Umweltbewusstes Handeln fängt bei einem selber an“, ist Claudio Caruso überzeugt. Es seien kleine Mosaiksteinchen, die zusammen viel bewirken. Der Fachleiter Umwelt bei SBB Cargo ist die treibende Kraft hinter einem ehrgeizigen Ziel: Die Zertifizierung nach der ISO-Norm 14001:2005.

Ein Unternehmen, das nach diesem weltweiten Standard zertifiziert ist, bekennt sich zu einer Umweltpolitik mit Zielen, die mit einem Umweltprogramm erreicht werden. Oft geschieht dies schrittweise. Ein Umweltmanagementsystem steuert dabei den ökologischen Umbau. Bei der SBB haben die Konzernbereiche, die Infrastruktur und Teile des Personenverkehrs das renommierte Zertifikat bereits.

Zwei Pilotprojekte

SBB Cargo analysiert derzeit in zwei Pilotprojekten den aktuellen Stand der Öko-Fitness: Der Produktionsstandort Neuchâtel und die Serviceanlage am Rangierbahnhof Limmattal (RBL) eignen sich besonders dafür, denn sie verbrauchen viele Ressourcen wie zum Beispiel Wasser und Energie. „In einem ersten Schritt ermitteln wir, was die Umwelt in den Produktionsabläufen am meisten belastet“, erläutert Catherine Fraigneau vom Produktionsstandort in Neuchâtel. Dann werden Massnahmen festgelegt, um die Belastungen zu vermindern. Ein konkretes Beispiel für den Gewässerschutz liefert Sandro De Salvatore, Kontaktperson im RBL: „Für alle flüssigen Chemikalien und Abfälle wie Altöl werden nun konsequent Auffangwannen angebracht.

Testlauf für alle Standorte

Claudio Caruso schult die Mitarbeiter in Umweltfragen und überprüft die Fortschritte. Gleichzeitig ist diese interne Prüfung Testlauf für die Erstzertifizierung nach der ISO-Norm 14001:2005. Die Ergebnisse der Pilotprojekte bilden die Grundlage für ihre Einführung an allen weiteren Standorten. SBB Cargo – so der Fachleiter Umwelt – habe auch schon bisher einiges für die Umwelt getan, nun folge ein weiterer bedeutender Schritt zum Erreichen des Konzernziels „ökologische Nachhaltigkeit“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.