Rechtzeitige Wartung ermöglicht mehr Leistung.

Sie fahren Kilometer für Kilometer in der ganzen Schweiz umher – die Güterwagen von SBB Cargo. Klar, dass dabei eines Tages eine Wartung nötig ist. Doch nicht jeder Güterwagen wird gleich oft genutzt, gleich weit gefahren und gleich schwer beladen. Deshalb macht eine zeitlich fix festgelegte Wartung wenig Sinn. Die Lösung steckt in der Sensorik.

Güterwagen sind regelrechte Arbeitstiere und spulen, schwer beladen, Kilometer im Akkord ab. Damit sie ihre maximale Transportleistung möglichst viele Jahre zuverlässig abliefern können, sind regelmässige Wartungs- und Reparaturservices Pflicht. Während derweil in einem Auto der Kilometerzähler genau informiert, wann der nächste Werkstattbesuch angesagt ist, haben Güterwagen in Vergangenheit oft ungeplante Überstunden geleistet. «Die Laufleistung der Waggons kann zwar via Datenbanken ermittelt werden, vor allem im internationalen Verkehr weichen die Daten jedoch oft weit von den tatsächlich gefahrenen Kilometern ab», sagt Patrick Sorg, Projektleiter bei SBB Cargo .

Die AMRA-Box von Bosch wirkt diesem Problem entgegen. Sie erfasst die GPS-Position eines Güterwagens jederzeit genau und markiert diese auf einer Gleisnetzkarte. Damit kann seine exakte Laufleistung bestimmt werden. «Das hilft uns zukünftig, den Wartungsservice genau dann durchzuführen, wenn er notwendig ist.» Die positive Konsequenz dabei: Eine höhere Wagenverfügbarkeit und geringere Reparaturkosten.

Das schlaue Kästchen: AMRA-Box.

AMRA-Box
Die AMRA-Box ist an herkömmlichen Güterwagen montiert und sammelt alle von den Sensoren geschickten Daten.

Die Schienenlogistik hat sich weiterentwickelt, mit ihr die Ansprüche der Kunden. «Gefordert sind bessere und transparentere Informationen rund um den Transport», sagt Patrick Sorg, Projektleiter Asset Intelligence bei SBB Cargo. Die so genannte AMRA-Box, die mit Bosch Engineering entwickelt wurde, liefert genau diese Informationen. Sie gibt beispielsweise Alarm, wenn jemand Unbefugtes die Wagentür geöffnet hat, sie zeichnet Erschütterungen während der Fahrt auf und kann allfällige Beschädigungen verursachergerecht zuordnen. Sie kann aber auch die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit überprüfen und bei über- oder unterschrittenen Werten Alarm schlagen. Dass sie auch GPS-Daten erfassen kann, erklärt sich dabei von selbst.

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