Was hat der «Langmacher» mit der Landesversorgung zu tun?

Im Rangierbahnhof Limmattal sorgen 120 Mitarbeitende rund um die Uhr dafür, dass am Morgen die Regale der Grossverteiler nachgefüllt werden können. Sie verarbeiten täglich rund 3000 Güterwagen und formieren sie zu neuen Zügen, die anschliessend pünktlich zum Kunden rollen.

Der Rangierbahnhof Limmattal (RBL) ist das Herzstück des schweizerischen Wagenladungsverkehrs. Täglich treffen hier rund 120 Güterzüge mit 3000 Güterwagen aus allen Himmelsrichtungen ein. Um Mitternacht herrscht jeweils Hochbetrieb, wenn die dringenden Güterwagen des Express-Netzes verarbeitet werden müssen. Die Express-Wagen sind meistens mit Handelsgütern beladen und müssen pünktlich am Morgen am Zielort eintreffen, damit die Regale der Grossverteiler nicht leer bleiben.

In der Nacht sind rund 40 Rangierspezialistinnen und -spezialisten dafür besorgt, die 50 Züge der Express-Welle zur verarbeiten. Nach der Zugsankunft läuft der «Langmacher» den Zug ab und bereitet ihn für den Ablaufberg vor. Das heisst, die Mitarbeitenden von SBB Cargo machen den Zug anhand der Zugliste «lang», indem die Luftschläuche getrennt, die Bremsapparate geleert und die Kupplung zwischen den Wagen oder Wagengruppen gelockert werden. Anschliessend werden die Wagen mit einer Rangierlokomotive des Typs Aem 940 zum Ablaufberg gestossen, wo sie von einem Mitarbeitenden mit Hilfe der Kupplungsstange entkuppelt werden. Danach rollen sie wie von Geisterhand selbst vom Ablaufberg ins entsprechende Richtungsgleis, wo sie neu gekuppelt und formiert werden. Von dort werden die Wagen zur Ausfahrt in die Ausfahrgruppe gestellt oder direkt im Richtungsgleis dem technischen Kontrolleur oder Mitarbeitenden für die risikoorientierte Inspektion des Zuges, zur Bremsprobe, sowie Beladungs- und Schadenkontrolle übergeben. Nach der erfolgreichen Abgangskontrolle stellt der Mitarbeitende des Fahrdienstes das Signal auf grün und der Zug fährt pünktlich los.

Ein Kommentar zu “Was hat der «Langmacher» mit der Landesversorgung zu tun?

Alle Kommentare anzeigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.