Betonelemente für Swissgrid

Seit Oktober 2020 bohrt Swissgrid zwischen La Bâtiaz und Le Verney einen Tunnel für eine unterirdische Hochspannungsleitung. Für die Befestigung des Tunnels werden 532 Betonröhrenelemente mit einem Gesamtgewicht von 7’182 Tonnen verbaut. Der rund 500 km lange Transportweg vom italienischen Padova nach Saint-Maurice wird umweltfreundlich auf der Schiene zurückgelegt.

Während einem Jahr, von Oktober 2020 bis Oktober 2021, bohrt die Firma CSC SA für Swissgrid zwischen La Bâtiaz und Le Verney einen Tunnel für eine unterirdische Hochspannungsleitung. Die von Le Verney aus ferngesteuerte Mini-Tunnelbohrmaschine Namens Giorgia wird den zweieinhalb Meter hohen Schacht in Tiefen von 12 bis 20 Metern bohren und befestigen. Um den Tunnel zu befestigen, werden 532 Betonröhrenelemente mit einem Durchmesser von 2.5 Metern und einem Gewicht von 13,5 Tonnen verbaut.

Aufgrund des getakteten Zeitplans steht die Tunnelbohrmaschine im Dauerbetrieb und verbaut jeden Tag drei bis fünf Betonröhrenelemente. Durch diese Vorgabe ist die Gestaltung der Lieferkette anspruchsvoll. Die Elemente werden im italienischen Padova produziert und dann von der Mercitalia Rail, der italienischen Güterbahn, bis nach Domodossola transportiert. Für den Transport von Domodossola nach Saint-Maurice haben sich die Verantwortlichen für das Angebot von SBB Cargo entschieden, weil es hinsichtlich der Transportkapazität und Zuverlässigkeit am besten geeignet war. Auf der Strasse hätten sich pro Tag fünf bis sieben Tieflader mit benötigter Spezialzulassung über den Simplonpass quälen müssen.

Eine Schlüsselrolle beim Umsetzen des Auftrags hatten Eric Wichoud, SBB Cargo Projektleiter, und Lukas Zimmerman, Key Account Manager internationaler Verkauf. Es gab verschiedene planerische Herausforderungen, die sie meistern mussten. Eine bestand wie bereits beschrieben darin, dass die Bohrmaschine immer laufen muss. Das heisst, SBB Cargo muss dafür sorgen, dass der Nachschub an Betonröhrenelementen jederzeit gewährleistet ist. Dies bedingt eine exakte Abstimmung mit Mercitalia Rail, damit der eng getaktete Fahrplan eingehalten werden kann. Zudem müssen bei der Zugankunft sechs Lastwagen der Firma Friderici bereitstehen, die während zwei Tagen die Betonelemente in Saint-Maurice übernehmen und sie zur Baustelle in Martigny befördern. Für den Umschlag der 13,5 Tonnen schweren Elemente wurde extra ein Schwerlaststapler mit genügend Tragfähigkeit vom entfernten Schüpfen ins Wallis verschoben. Nach der intensiven Planungsphase erfolgte am 21. Oktober 2020 der Startschuss für den ersten der insgesamt sieben Züge.

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