«Besonders am Herzen liegt mir die Personalführung und -entwicklung»

Markus Wassmer leitet die beiden Teams der Regionalen Cargo Produktion (RCP) in den Häfen Kleinhüningen und Birsfelden. Nebst den administrativen Tätigkeiten arbeitet er auch einzelne Wochen operativ im Rangierbetrieb mit. Wie sieht sein Arbeitsalltag aus?

Früh morgens steigt Markus Wassmer auf sein geliebtes Motorrad, um vom Pendlerverkehr ungehindert von Lausen aus abwechselnd an einen seiner zwei Arbeitsorte in Basel Kleinhüningen oder Birsfelden Hafen zu gelangen. «Meistens bin ich vor 7 Uhr am Arbeitsplatz», erzählt er lachend.

Als Markus Wassmer vor 44 Jahren als Betriebslehrling bei der SBB anfing, lief vieles noch anders. Die ersten 13 Jahre seiner Laufbahn betreute er in Basel das Reisegepäck, reparierte die Gepäckwagen und half als Gantrufer bei der Versteigerung von liegengebliebenen Gepäckstücken mit. Danach fing er im Rangierdienst im Kleinhüninger Hafen an, wurde Vorarbeiter und Rangiermeister, bediente die Ortsstellwerke der Hafenbahn und wurde schliesslich 2017 Teamleiter.

Pausenraum in Kleinhüningen

Als Teamleiter ist er für die Personalführung von 31 Mitarbeitenden – momentan sind es nur Männer – zuständig. Seine Bürotür steht immer offen. Vom Pausenraum sind es nur wenige Schritte, so dass jeder kurz für einen Schwatz oder ein Anliegen vorbeischauen kann. Weil er noch regelmässig selbst Rangier-Touren übernimmt, bleibt er fachlich à jour und kennt die Anliegen seiner Mitarbeitenden aus erster Hand. Gerne motiviert er Mitarbeitende dazu, ihr Aufgabengebiet zu erweitern und Neues zu lernen. «Ich schaue, dass ich die Mitarbeitenden vorwärtsbringe, das ist mein Credo», unterstreicht er. «Die Personalführung und -Entwicklung liegt mir besonders am Herzen.»

Markus Wassmers tägliche Hauptaufgaben sind die Überwachung der Sendungspünktlichkeit und die Steuerung der Touren und Lenkzeiten. Er unterstützt zudem bei der Personaleinteilung und Ferienplanung. «Ich führe Personalgespräche und melde meine Mitarbeitenden für die periodischen Fachprüfungen und die Hör- und Sehtests an», ergänzt er. Weiter ist er verantwortlich für die Bestellung von Verbrauchsmaterial und Schutzbekleidung inklusive Kostenkontrolle. Regelmässig nimmt er an Meetings seiner Führungsstufe teil – in der Region und übergreifend.

Daneben leistet Markus Wassmer wochenweise Pikettdienst als Ereignismanager der Region und wird bei betrieblichen Unregelmässigkeiten und Unfällen im Rangierbereich zur Mithilfe aufgeboten. Angesprochen auf die vielen Facetten seiner Arbeit, grinst Markus Wassmer: «Mir wird bestimmt nie langweilig.»

Berufsbild mit Zukunft

In den nächsten Jahren wird sich das Berufsbild im Rangierdienst mit der fortschreitenden Automatisierung (automatische Kupplung und Bremsprobe) und Digitalisierung (technische Kontrollen am Bildschirm, Apps usw.) verändern. Damit wird es körperlich weniger anstrengend. Man sollte Freude an der Arbeit draussen im Schichtbetrieb mitbringen, gerne Verantwortung tragen und selbständig arbeiten. Weiter sind gute Deutschkenntnisse nötig. Aufstiegsmöglichkeiten bis zum Lokführer oder eben Teamleiter sind möglich.

Eine gute Basisausbildung ist Logistiker*in EFZ, Verkehr bei Login. Quereinsteiger mit ähnlicher Berufsausbildung sind ebenso willkommen.

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