Kooperation SBB Cargo und Innofreight: Eine Welle von Innovationen

SBB Cargo und die Schweizer Tochtergesellschaft von Innofreight haben heute auf der transport logistic 2013 in München am Stand der «SwissMovers» eine Kooperationsvereinbarung im Bereich innovativer Schüttgutcontainersysteme unterzeichnet.

Wegen des schönen Wetters wurde die Vertragsunterzeichnung kurzerhand vor das Zelt verlegt, wo mit dem Kalmar-Stapler samt Container bereits ein Sinnbild für die enge Zusammenarbeit der beiden Unternehmen steht. Der «Letter of Intent» sieht eine engere Zusammenarbeit im kombinierten Verkehr und den vermehrten Einsatz der von Innofreight entwickelten Behälter- und Waggonsystems WoodTainer und InnoWaggon vor. Nicolas Perrin, CEO von SBB Cargo, und Vertriebschef Daniel Bürgy sowie Peter Wanek-Pusset (CEO Innofreight) und Giorgio Mauro (CEO Innofreight Swiss) besiegelten mit ihren Unterschriften die schon einige Jahre existierende Zusammenarbeit in der Bahnlogistik.

«Normalerweise unterschreibt man erst die Verträge und beginnt dann mit der gemeinsamen Arbeit, wir machen es umgekehrt», sagte Nicolas Perrin. So spreche man schon länger über mögliche Inhalte der Kooperation und habe auch schon die Experten beider Partner zusammengebracht. Es werde eine «Welle von Innovationen» geben, die zu einer stärkeren Standardisierung bei den Wagen und zu einer Kostensenkung führen. «Auch heute sind wir wieder auf neue Ideen gekommen», so der SBB Cargo-Chef.

Die von dem österreichischen Spezialisten entwickelten WoodTainer kommen in der Schweiz seit längerem beim Altpapiertransport zu den beiden großen Papierfabriken in Perlen und Utzenstorf erfolgreich zum Einsatz. Im ersten Quartal dieses Jahres hat SBB Cargo auch ihre Holzhackschnitzeltransporte nach Italien vollständig auf die Innofreight-Technologie umgestellt. Weitere Projekte für Schüttgut – etwa für nationale Kunstdünger- und Salztransporte oder die Schrottlogistik – werden derzeit geprüft.

20130606-154201.jpg

Die Drehentladung von Innofreight erlaubt ein schnelleres Entladen, was den Kunden eine signifikante Effizienzsteigerung bringt, ohne dass Anpassungen an die bestehende Infrastruktur nötig sind. Dank größerem Volumen reduziert die Schweizer Güterbahn gleichzeitig ihren Wagenbedarf. «Die Kooperationsvereinbarung verstehen wir als Auftrag, gemeinsam mit SBB Cargo umweltfreundliche und leistungsfähige Logistiklösungen zu entwickeln, die den Schweizer Unternehmen dienen und Alternativen zum Lkw-Transport schaffen», betonte Peter Wanek-Pusset bei der offiziellen Vertragsunterzeichnung, für die er als kleines Präsent extra eine Torte aus der Steiermark («garantiert mit Kernöl gebacken») mit nach München gebracht hatte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.