Von der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels bis zur kompletten Flachbahn

Ab 5. September fährt SBB Cargo die ersten Güterzüge kommerziell, das heisst fahrplanmässig, durch den neuen Gotthard-Basistunnel (GBT). Bis zur Inbetriebnahme des GBT am 11. Dezember betrifft dies rund 2000 Güterzüge oder rund 50% der von SBB Cargo über den Gotthard geführten Züge.

Wieso der GBT für SBB Cargo eine Produktivitätssteigerung bedeutet, erklärt Aldo Smania, Projektleiter GBT, nach der Fahrt im Stahlzug über den Gotthard. Für Peter Jedelhauser, Leiter Projektorganisation Nord-Süd, heisst es bis zur Inbetriebnahme des GBT «üben, üben, üben». Welche wichtigen Meilensteine bis zur Fertigstellung der kompletten Flachbahn von Basel nach Chiasso Ende 2020 weiter nötig sind, präzisiert er im Video.

Das Ziel des intensiven Probebetriebs ist es, das Funktionieren der Anlage unter realen Bedingungen zu testen. Alle Gütereisenbahnverkehrsunternehmen beteiligen sich am Probebetrieb und führen ab dem 5. September bis 11. Dezember 2016 rund 5000 Züge durch den GBT. Das Lok- und Zugpersonal, das Instandhaltungspersonal, die Interventionskräfte der SBB und die Mitarbeitenden der Betriebszentrale Süd in Pollegio haben dadurch die Gelegenheit, die Betriebsprozesse und Betriebsabläufe vor der fahrplanmässigen Inbetriebnahme zu proben. Mit dem Fahrplanwechsel verkürzt sich die Fahrzeit durch den Gotthard-Basistunnel um bis zu 30 Minuten und grosse Standorte im Tessin werden bis zu drei Mal täglich bedient.

Parallel zum Probebetrieb mit kommerziellen Zügen finden weiterhin Fertigstellungs- und Garantiearbeiten sowie Testfahrten im Tunnel statt, so dass dieser noch nicht 7×24 Stunden kommerziell genutzt werden kann.

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