Die automatische Kupplung im Fokus von 10vor10

Am 6. Mai ist SBB Cargo mit der automatischen Kupplung in den Realbetrieb gestartet. Das SRF-Format 10vor10 hat die Rangiermitarbeiter einen Vormittag lang begleitet und Nicolas Perrin, CEO von SBB Cargo, einige Fragen zum Ein-Personen-Betrieb gestellt.

Rund 100 Güterwagen und 25 Loks für den kombinierten Binnenverkehrim letzten Jahr umgerüstet. Dies ist ein erster, wichtiger Schritt Richtung Teilautomatisierung auf der letzten Meile des Bahnbetriebs. SBB Cargo ist damit Pionierin in Europa. Dank der neuen Kupplungen wird der Rangiervorgang beschleunigt und sicherer. Wagen untereinander und Lokomotiven werden automatisch zusammengehängt – ohne Verletzungsgefahr für den Rangierarbeiter. Zum Trennen der Wagen ist nur ein Handgriff nötig. Heute erfolgen noch sehr viele Arbeiten manuell, was zeit-, personal- und kostenintensiv ist. Die Automatische Kupplung trägt also dazu bei, dass der Schienengüterverkehr effizienter, pünktlicher und damit konkurrenzfähiger wird. 

Zustellung auf letzter Meile mit einem statt zwei Mitarbeitenden

Beim Rangierpersonal ist ein erheblicher Fachkräftemangel absehbar. Schon jetzt sind freie Stellen nur schwer zu besetzen. Angesichts der zu erwartenden Pensionierungen wird sich die Situation in den nächsten Jahren erheblich verschärfen. Die automatische Kupplung ist ein erster, wichtiger Schritt Richtung Teilautomatisierung auf der letzten Meile des Bahnbetriebs. Nebst der automatischen Kupplung gehören die automatische Bremsprobe sowie ein Kollisionswarnsystem dazu. Diese drei Elemente ermöglichen zusammen den Ein-Personen-Betrieb, also eine Zustellung mit nur einem Mitarbeitenden statt bisher mindestens zwei Mitarbeitenden.

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